Santuario di Zeus

In der südöstlichen Ecke des Zeustempels befindet sich ein Komplex aus der griechischen Periode, der bis zum Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. benutzt wurde. Das erste Gebäude stammt aus der Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. und war eine kleines Haus mit einer Kammer (Abmessungen 14x7 Meter) und einer großen Grube (Bothros) für flüssige Opfergaben. Im frühen 5. Jahrhundert v. Chr. wurde der Tempel renoviert, der nach Osten ausgerichtete Eingang wurde auf die doppelte Breite vergrößert. Die Wände des Innenraumes wurden verputzt, der Boden mit Mörtel ausgekleidet und der Raum geteilt. Die Entdeckung von Miniaturen, Vasen, Pfeilspitzen und kleinen Bronzeplättchen unter dem Boden lassen vermuten, dass die Gegenstände erneut geweiht wurden. Eine 16 Meter lange Treppe, die in den Felsen gehauen wurde, gibt Zugang zu einem großen Platz. Ein großes Becken mit Stufen und Sitzgelegenheiten diente wahrscheinliche rituellen Waschungen.

Der Tempel des Zeus ist heute ein großes Trümmerfeld. Der Bau wurde 480 v. Chr. begonnen, nachdem die Griechen die Karthager in der Schlacht bei Himera besiegt hatten. Die Besonderheit sind die ca. 8 Meter hohen Figuren, die Telamone genannt werden. Sie trugen das Dach. Eine Nachbildung liegt im Innenbereich des Trümmerfeldes.

In der griechischen Religion bildet die Opferung von Tieren eine fundamentale Rolle. Auf dem Altar wurden meistens Schafe oder Rinder geschlachtet. Das Fleisch wurde gegrillt und auf heiligen Banketten verspeist. Das Fett wurde auf dem Altar verbrannt und erreichte als Rauch die Götter.

Da der Tempel noch vor seiner Fertigstellung zerstört wurde und das Baumaterial aus relativ kleinen Steinblöcken bestand, wurden diese in anderen Bauten weiterverwendet.